Das dänische Bio-Siegel

Dänemark hat eine lange Tradition für biologische Produkte. Bio-Produkte, die mit dem staatlichen, dänischen Bio-Siegel "Ø-Siegel" ausgezeichnet sind, genießen in der Bevölkerung besonders hohes Ansehen.

Großes Vertrauen in dänische Bio-Produkte

Dänemark hat eine lange Tradition für biologische Produkte. Als weltweit erstes Land begann Dänemark bereits im Jahre 1987 mit der staatlichen Kontrolle von Bio-Produkten. Dies hat auch die dänischen Verbraucher überzeugt. Daher vertrauen die Verbraucher den Bio-Produkten, die das dänische Ø-Siegel tragen. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 81 Prozent der Verbraucher dem Ø-Siegel vertrauen. Daher sind Bio-Produkte, die das staatliche, dänische Bio-Siegel tragen, auch eine Garantie für Kundenzufriedenheit. 

Hohes Ansehen in der Bevölkerung

Das dänische Landwirtschaftsministerium hat 2015 in einer Umfrage das Wissen und das Vertrauen der Bevölkerung in das Ø-Siegel untersucht.

100 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das dänische Bio-Siegel kennen oder zumindest davon gehört haben. Damit ist es die bekannteste Lebensmittelkennzeichnung in ganz Dänemark. Demographische Faktoren wie Geschlecht, Wohnsitz, Alter und Kaufgewohnheiten spielen dabei keine ausschlaggebende Rolle. Die Umfrage ergab außerdem, dass 81 Prozent derjenigen, die das Bio-Siegel kennen, ein großes Vertrauen in das Ø-Siegel haben. Dieses Vertrauen und das hohe Ansehen des Ø-Siegels sind wichtige Faktoren für den hohen Konsum von biologischen Produkten in Dänemark.

Gründliche, staatliche Kontrolle

Bevor ein Landwirt in Dänemark seine Produkte als biologisch bezeichnen und verkaufen darf, muss er eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde beantragen. Dazu gehört zunächst auch, dass seine Felder über zwei Jahre neu ausgerichtet werden müssen. In diesem Zeitraum muss das Feld zwar bereits streng biologisch genutzt werden. Die Ernte darf jedoch noch nicht als biologisch verkauft werden. Erst nach Einhaltung dieser Bestimmungen handelt es sich um ein staatlich genehmigtes Bio-Produkt.

Mindestens einmal im Jahr werden die Hersteller biologischer Produkte von einem Kontrolleur der zuständigen, regionalen Ernährungsbehörde oder des Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei geprüft. Auch zukünftige Biolandwirte, die sich noch in der Neuausrichtungsphase befinden, werden kontrolliert.

Die staatliche Kontrolle bezieht sich auch auf die Verarbeitung und Lagerung der Bio-Produkte. So müssen Bio-Betriebe dafür sorgen, dass biologische Waren nicht in Kontakt mit eventuellen konventionellen Waren kommen. Bei Missachtung kann dem Betrieb eine Geldstrafe verhängt werden. Schlimmstenfalls droht die Entziehung der Berechtigung zum Vertrieb biologischer Produkte.